(18.09.2018, Hanskühnenburg, MH) Am Dienstagmittag wurde am Fuße der Seilerklippen, in der Nähe der auf dem Höhenzug Acker gelegenen Hanskühnenburg, ein Feuer entdeckt. Die Leitstelle alarmierte daraufhin die Feuerwehr Osterode, das Tanklöschfahrzeug der Feuerwehr Lasfelde sowie den Unimog der Feuerwehrtechnischen Zentrale.

Da bei der Anfahrt über die Sösetalsperre das vorausfahrende Tanklöschfahrzeug aufgrund technischen Defekts ausfiel, konnte die restlichen Fahrzeuge die einspurige Bergstrecke nicht passieren. Umgehend wurden weitere Kräfte aus Herzberg und Lonau angefordert. Die Fahrzeuge aus dem Bereich der Stadt Herzberg fuhren von Lonau aus durch das Kirchtal die Hanskühnenburg an.

Gleichzeitung wurden Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehren Sankt Andreasberg und Braunlage über Stieglitzeck und der Ackerstraße zur Einsatzstelle entsandt. Der mit 2.000 Metern Schlauch beladene Gerätewagen Logistik der Feuerwehrtechnischen Zentrale wurde von Kräften der Feuerwehr Lasfelde besetzte und fuhr ebenfalls die Einsatzstelle über Lonau an.
Die Seilerklippen befinden sich in ca. 760 m Höhe auf dem Gebirgskamm „Acker“. Sie sind nur über einen Wanderweg von der ca. 1,5 km entfernten „Hanskühnenburg“ erreichbar. Die Einsatzkräfte mussten von Hand mit ca. 90 B-Schläuchen eine Wasserversorgung aufbauen. Um bei Transport der Schläuche auf dem schmalen Weg zu unterstützen wurden die Quads des ASB Bad Lauterberg sowie des QSMT angefordert. Der Gerätewart der Feuerwehr Lonau unterstütze den Transport ebenfalls mit seinem privaten ATV (All Terrain Vehikel). Der Unimog der Feuerwehrtechnischen Zentrale, transportierte zwei Verstärkerpumpen an Ihre Einsatzorte. Damit der Unimog die Einsatzstelle erreichen konnte mussten am Wanderweg einige Bäume mit Motorsägen zurückgeschnitten werden.

Nachdem die Schlauchleitung gegen 18:15 Uhr vollständig fertiggestellt war, wurde diese von den Tanklöschfahrzeugen gespeist. Hierzu wurde ein Pendelverkehr über das Mariental nach Lonau eingerichtet. Die Tanklöschfahrzeuge wurden am Waldschwimmbad betankt und kehrten über das Kirchtal zurück zum Übergabepunkt auf der Hanskühnenburg. Um über ausreichende Transportkapazitäten zu verfügen, wurden die wasserführenden Fahrzeuge der Feuerwehren Scharzfeld und Pöhlde alarmiert.
Im Verlauf des Einsatzes wurden ca. 35.000 Liter Löschwasser transportiert.
Glücklicherweise konnte sich der Brandherd aufgrund der felsigen Umgebung nur sehr schwer ausbreiten. Somit war es den Einsatzkräften vor Ort möglich, das Feuer über die lange Einsatzdauer auf ein kleines Gebiet einzudämmen.

Nachdem sämtliche Glutnester abgelöscht waren, konnte gegen 19:45 Uhr „Feuer aus“ gemeldet werden. Die anschließende Rücknahme der Pumpen und anderen Gerätschaften erfolgte ebenfalls mit Hilfe des Unimog des FTZ. Kreisbrandmeister Volker Keilholz, der zusammen mit Abschnittsleiter Martin Dannhauer vor Ort war um sich ein Bilde der Lagen zu machen, betonte in diesem Zusammenhang wie wichtig die anstehende Ersatzbeschaffung des mittlerweile in die Jahre gekommen Unimog der FTZ ist. Die Feuerwehren im Landkreis Göttingen benötigen auch in der Zukunft ein hochgeländegängiges Einsatzfahrzeug um Ihre Aufgaben erfüllen zu können. Hierzu zählen nicht nur der Transport von Ausrüstungsgegenständen bei Bränden sondern auch bei Menschenrettung aus schwerem Gelände.

Insgesamt waren 120 Kräfte der Feuerwehren Herzberg, Osterode, Lasfelde, Lonau, Sieber, Sankt Andreasberg, Braunlage, Scharzfeld und Pöhlde sowie des ASB und DRK Bad Lauterberg, QSMT und der Forst- bzw. Nationalparkverwaltung im Einsatz. Die Wirtin der Hanskühnenburg kümmerte sich um die Verpflegung der Einsatzkräfte.

Gegen 22:30 Uhr konnte, nach Herstellung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge der Einsatz beendet werden.

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