Mehrere Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Einsatz bei einer Personensuche auf dem Höhenzug Acker.

(14.04.2019, Nationalpark Harz, MH) Am Freitagabend gegen 21:00 Uhr wurde die Feuerwehren aus Sieber, Herzberg, Riefensbeek und Osterode von der Polizei zur Amtshilfe bei einer Personensuche im Nationalpark Harz gerufen.

Ein männlicher, 65 Jahre alter Urlaubsgast hatte sich an der Magdeburger Hütte absetzten lassen, um über den Höhenzug „Acker“ und der Wanderbaude „Hanskühnenburg“ zurück zu seinem Hotel nach Riefensbeek zu wandern. Dort ist er allerdings bis zum Nachmittag nicht angekommen.

Während die Feuerwehren Riefensbeek und Osterode zusammen mit einem Unimog der Feuerwehrtechnischen Zentrale aus Katzenstein die Wege nördlich des Höhenzuges absuchten wurden die Feuerwehren Sieber und Herzberg auf der südlichen Seite eingesetzt. Um die Wegen zwischen der Ortschaft Lonau und der „Hanskühnenburg“ zu kontrollieren wurde zusätzlich die Feuerwehr Lonau alarmiert. Zur Koordinierung der beiden Einsatzabschnitte wurden vom Abschnittsleiter Martin Dannhauer der Einsatzleitwagen (ELW 2) des Landkreises zur Einsatzleitung nach Sieber beordert.

Zusätzlich wurden der Geländerettungswagen des DRK sowie ein Quad und ein Geländewagen des ASB aus Bad Lauterberg im Bereich des „Ackers“ eingesetzt um die Wanderwege abzusuchen.

Aufgrund der einsetzenden Schneefälle und der damit verbundenen massiven Verschlechterung der Straßenverhältnisse auf den Waldwegen in den Höhenlagen musste die Suche gegen 01:00 Uhr aus Gründen der Eigensicherheit unterbrochen werden.

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Am Samstagmorgen wurde die Suche gegen 8:30 Uhr erneut aufgenommen. Die Wege wurden bei Tageslicht erneut nach der vermissten Person abgesucht. Der geplante Einsatz einer Drohne der Feuerwehr Rollshausen an der „Hanskühnenburg“ musste vor Ort aufgrund des anhaltenden Schneefalls abgebrochen werden.

Am Nachmittag wurde zunächst die Wegstrecke zwischen der Magdeburger Hütte und der Wanderbaude mit einem „Mantrailer“ Fährtensuchhund der Polizei abgesucht. Anschließend wurden mögliche Ansatzpunkte mit Flächensuchhunden der Rettungshundestaffel der Feuerwehr Liebenburg nachgesucht. Um die Kommunikation mit der Einsatzleitung sicherzustellen wurden die Hundeführer durch ortskundige Mitgliedern der Feuerwehr Sieber begleitet. Weiterhin wurde eine allwettertaugliche Drohne der Feuerwehrtechnischen Zentrale Goslar auf dem Höhenzug „Acker“ eingesetzt.
Die Verpflegung der Einsatzkräfte am Abend wurde durch die DRK Bereitschaft „Altes Amt“ aus Kalefeld sichergestellt. Alle Maßnahmen mussten aufgrund der Dunkelheit und der anhaltend schlechten Wetterverhältnisse gegen 21:00 Uhr erfolglos abgebrochen werden.

Am Sonntag wurde die Suche ab ca. 9:30 Uhr erneut fortgesetzt. Im Bereich nördlich des Höhenzugs Acker waren erneut Einsatzkräfte der Feuerwehren Riefensbeek und Lasfelde sowie der Unimog der Feuerwehrtechnischen Zentrale aus Katzenstein im Einsatz.
Im Bereich Süd wurde erneut die Einsatzleitung am Feuerwehrhaus Sieber unter Zuhilfenahme des ELW 2 des Landkreises eingerichtet. Hier waren die Feuerwehren aus Sieber und Herzberg im Einsatz. Unterstützt wurden sie, wie auch in den vergangen Tagen durch die Geländerettungseinheiten von ASB und DRK sowie durch Flächensuchhunde der BRH Rettungshundestaffel Osterode, Goslar Harz e.V. und Harz S.A.R. Rettungshundestaffel.

Die Suche wurde zunächst mit Fahrzeugen und mit Einsatzkräften zu Fuß durchgeführt. Weiterhin konnte am Sonntag ein Hubschrauber der Polizei mit einer Wärmebildkamera zum Einsatz kommen. Bei der Suche mit Rettungshunden an einem „Rückeweg“ an der „Hanskühnenburg“ fanden diese eine mögliche Fährte. Dort wurde anschließend mittels Fahrzeuge und Mannschaften ca. 500m² Waldfläche ohne Feststellung abgesucht. Nachdem alle Maßnahmen ohne Ergebnisse angeschlossen waren und keine weiteren Erkenntnisse zu einem möglichen Aufenthaltsort der vermissten Person vorlagen, wurde die Suche am Sonntag um 14:30 Uhr eingestellt.

Über die Durchführung weiterer Suchmaßnahmen entscheidet am Montag nach Auswertung der vorliegenden Informationen die Polizei.

Eingesetzte Kräfte: Auszug
Bereich Nord: 39 Einsatzkräfte
Feuerwehr Riefensbeek: TSF-W, MTW
Feuerwehr Osterode: HLF, ELW, MTW, RW
Feuerwehrtechnische Zentrale: Unimog

Bereich Süd:
Feuerwehr Sieber: 8 Einsatzkräfte mit TSF und MTW
Feuerwehr Herzberg: 34 Einsatzkräfte mit HLF20, TLF16/25, LF20, ELW und MTW
Feuerwehr Lonau: 10 Einsatzkräfte mit TSF-W, MTW
FMIUK (ELW2): 7 Einsatzkräfte mit ELW 2 und FüKW
DRK: 8 Einsatzkräfte mit ELW, Geländewagen, Quad
ASB: 9 Einsatzkräfte mit KdoW, ELW, Quad und MTW
Rettungshunde: 5 Einsatzkräfte mit 4 Hunden und 3 PKW
Forstverwaltung: 2 Mitarbeiter

Zusätzlich:
Feuerwehr Rollshausen: 5 Einsatzkräfte mit TSF-W und Einsatzdrohne
Feuerwehrtechnische Zentrale Goslar mit Drohne
Rettungshundestaffel der Feuerwehr Liebenburg
BRH Rettungshundestaffel Osterode, Goslar Harz e.V.
„HarzS.A.R.“ Rettungshundestaffel
DRK Bereitschaft „Altes Amt“ aus Kalefeld
Feuerwehr Lasfelde

Einsatzleitung und Sammelplatz am Feuerwehrhaus Sieber

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Suchtrupps von Feuerwehr und Rettungshundestaffel im Bereich der Hanskühnenburg

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Drohne der feuerwehrtechnischen Zentrale Goslar an der Hanskühnenburg

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mit teilweise schnee- und eisglatten Waldwegen, hatten die Einsatzkräfte zu kämpfen

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Fotos: Feuerwehr Herzberg, Angelina Zier

 

Truppmann I Lehrgang

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Atemschutzgeräteträger

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Maschinisten

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(Herzberg, 10.04.2019, MH) Am  Mittwoch wurde die Feuerwehr gegen 04:40 Uhr zum Herzberger Bahnhof gerufen. Ein jüngerer Mann war laut eigenen, nicht nachprüfbaren Angaben bereits mehrere Stunden im Fahrstuhl an der Gleisunterführung eingeschlossen. Die Mitglieder der Feuerwehr Herzberg befreiten ihn kurzerhand aus seiner misslichen Lage. Es ging ihm es soweit gut, dass die Besatzung des ebenfalls vorsorglich alarmierten Rettungswagens  nicht tätig werden brauchte. Der Einsatz der Feuerwehr konnte bereits nach ca. 30 Minuten beendet werden.

Eingesetzte Kräfte:
Feuerwehr Herzberg: 8 Einsatzkräfte mit HLF20
Rettungsdienst:         2 Einsatzkräfte mit RTW
Polizei Herzberg:      2 Beamte mit Streifenwagen

(Herzberg, 02.04.2019, MH) Am Dienstag wurde die Feuerwehr Herzberg zu einer Druckerei in den Stadtteil Aue gerufen. Um 16:09 Uhr hatte die automatische Brandmeldeanlage der Firma ausgelöst. Bereits auf Anfahrt der ersten Kräfte wurde nach Meldungen aus dem Betrieb, dass es sich um ein bestätigte Feuer handelt die Alarmstufe auf „Industriebrand groß“ erhöht. Im Zuge dieser Erhöhung wurden alle Feuerwehren der Stadt Herzberg (Lonau, Sieber, Scharzfeld und Pöhlde) zur Einsatzstelle alarmiert.

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Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge war die betroffene Halle bereits vollständig mit Rauch gefüllt. Ein Löschangriff im Inneren der Halle war nur unter schwerem Atemschutz möglich. Zu diesem Zeitpunkt stand die Druckmaschine bereits in Vollbrand, das Feuer drohte auf die Dachhaut überzugreifen. Die Mitarbeiter der Firma hatten den gefährdeten Bereich sofort nach Brandentdeckung verlassen, somit war eine Gefährdung von Personen nicht mehr gegeben.
Um eine ausreichende Zahl an Atemschutzgeräteträgern zur Verfügung zu haben sowie eine Brandausbreitung durch das Dach auf andere Teile der Produktionsstätte verhindern zu können, wurden die Löschzüge aus Bad Lauterberg, Osterode und Gieboldehausen alarmiert.

Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung wurde vom städtischen Wasserwerk der Leitungsdruck im Wassernetz des Stadtteils Aue erhöht. Weiterhin wurde die Feuerwehr Lasfelde mit dem Gerätewagen Logistik des Landkreises alarmiert, um im Bedarfsfall eine weitere Wasserversorgung aufbauen zu können.

Im Verlauf des Einsatzes wurde das Feuer an der Maschine von mehreren Trupps unter Atemschutz bekämpft. Ein Kamerad, der beim Innenangriff beteiligt war, musste wegen Kreislaufproblemen durch den Rettungsdienst in die Klinik Herzberg gebracht werden. Nach einer kurzen medizinischen Untersuchung konnte er das Krankenhaus allerdings sofort wieder verlassen.

Durch die Feuerwehr Bartolfelde wurde in der Boschstraße eine Atemschutzsammelstelle aufgebaut. Die Versorgung mit Atemluftflaschen übernahmen die „Feuerwehrtechnischen Zentralen“ mit einem Gerätewagen Logistik (GW-L1) und einem Mehrzweckfahrzeug (MZF) aus Osterode/Katzenstein sowie einem GWL-1 aus Potzwenden. Zum Füllen wurden die Atemluftflaschen zur FTZ nach Katzenstein gebracht. An der Atemschutzsammelstelle wurden die Einsatzkräfte am Abend mit Essen und Getränken versorgt.
Die Drehleitern Herzberg, Osterode und Bad Lauterberg standen bereit, um eine Brandausbreitung durch das Dach zu verhindern. Es wurden über die Drehleitern Schlauchleitungen auf die umliegenden Dächer verlegt. Glücklicherweise brannte die Dachhaut nicht durch.

Zur medizinischen Absicherung der eingesetzten Kräfte waren neben dem hauptamtlichen Rettungsdienst -mit Rettungswagen des DRK aus Herzberg und Gieboldehausen, sowie dem Notarzt des ASB aus Bad Lauterberg- auch Einsatzkräfte der Bereitschaften des DRK und ASB vor Ort. Zur Koordination wurde gegen 17:00 Uhr die „Örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst“ im Abschnitt Nord sowie der leitende Notarzt alarmiert.

Gegen 21:00 Uhr war das Feuer soweit gelöscht, dass in der Folgezeit einzelne Einheiten aus dem Einsatz entlassen werden konnten. Um abschätzen zu können, ob von der Hitzebeaufschlagung der Bauteile eine Gefahr für die Stabilität des Gebäudes ausgeht, nahmen Baufachberater des THW Northeim und Bad Lauterberg die betroffene Halle in Augenschein.

In der Nacht übernahmen Einsatzkräfte der Feuerwehren Herzberg, Pöhlde und Scharzfeld das Löschen der Glutnester sowie die Brandwache. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis ca. 16:00 Uhr am nächsten Tag.
Kreisbrandmeister Volker Keilholz war zusammen mit seinem Stellvertreter Karsten Krügener sowie dem Abschnittsleiter Martin Dannhauer vor Ort um sich ein Bild der Lage zu machen.

Insgesamt waren am Dienstag 254 Kräfte im Einsatz.

Eingesetze Kräfte: (Auszug)
Feuerwehren der Stadt Herzberg
Feuerwehr Herzberg:    33 Einsatzkräfte mit HLF20, LF20, TLF 16/25, DLK 23/12, ELW, MTW
Feuerwehr Scharzfeld: 14 Einsatzkräfte mit TLF3000, MLF, MTW
Feuerwehr Pöhlde:       19 Einsatzkräfte mit TLF3000, LF16-TS, TSF-W, MTW
Feuerwehr Lonau:          6 Einsatzkräfte mit TSF-W und MTW
Feuerwehr Sieber:          5 Einsatzkräfte mit TSF

Nachbarschaftliche Löschhilfe:
Löschzug Osterode:              25 Einsatzkräfte mit HLF20, TLF 16/25, DLK 23/12, ELW
Löschzug Bad Lauterberg:   29 Einsatzkräfte mit LF30/40, TLF16/25, LF16/12, DLK23/12, ELW, MZF
Löschzug Gieboldehausen: 18 Einsatzkräfte mit HLF 20, LF 20, ELW, MTW
Feuerwehr Lasfelde:             30 Einsatzkräfte mit GW-L2, LF10, TLF 8/18W, TFW, ELW
Feuerwehr Bartolfelde:          13 Einsatzkräfte mit TSF und MTW
FTZ OHA und Potzwenden:      5 Mitarbeiter mit 2x GW-L1, MZF

Rettungsdienst: 25 Einsatzkräfte
Hauptamtliche Rettungswagen aus Herzberg und Gieboldehausen
Notarzt des ASB aus Barbis
ÖEL Rettungsdienst mit LNA/OrgL.
SEG ASB Bad Lauterberg mit RTW, MTW und KDOW
DRK Bad Lauterberg mit RTW, ELW, MTW
THW: 5 Einsatzkräfte

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