(MDP) Im Rahmen der jährlichen Atemschutzgeräteträgerfortbildung trainierten 30 Atemschutzgeräteträger aus acht Osteroder Ortsfeuerwehren und von der Werkfeuerwehr der Firma Kamax dieses Mal die Basisfertigkeiten für den sogenannten Innenangriff in Gebäuden: die Handhabung von Hohlstrahlrohren, die für den Innenangriff speziell vorgesehen sind, das Öffnen und Vorgehen in Räume, in denen es brennt sowie das Management der Schlauchleitung beim Vorgehen, da diese aufgrund der Länge und dem Wasser sehr schwer wird.

Einleitend waren zwei theoretische Blöcke Unterricht zu absolvieren. Ein Thema waren der Brandverlauf in geschlossenen Räumen sowie das Vorgehen und die Strahlrohrführung. Zuviel Wasser auf den Brandherd ist vergleichbar wie ein Saunaaufgusses auf die sehr stark erhitzten Steine. Es entsteht in kürzester Zeit viel Wasserdampf, durch den sich die Feuerwehrleute bei falscher Handhabung des Strahlrohrs und falscher Vorgehensweise erheblich verbrühen können.

Weiteres Thema waren die Funkstrukturen und –rufnamen der eingesetzten Trupps nach dem Osteroder Konzept. In Einätzen, in denen Feuerwehrleute in ein brennendes Gebäude gehen, hat die Kommunikation der Einsatzkräfte mit ihren Führungskräften eine besondere Bedeutung. Da in Einsätzen der Feuerwehren regelmäßig verschiedene Ortsfeuerwehren zusammenarbeiten müssen, ist ein einheitlicher Standard wichtig.

Diese einheitlichen Vorgehensweisen wurden im Rahmen einer Arbeitsgruppe der Osteroder Ortsfeuerwehren bereits vor Jahren erarbeitet. Die jährlichen, gemeinsamen Fortbildungen sind ebenfalls ein Ergebnis der AG. Auch die Ausbilder kommen aus den Osteroder Feuerwehren. Die Ausbildung wird stetig evaluiert und auch aus den Rückmeldungen der Teilnehmer angepasst.

Leiter der Arbeitsgruppe und stellvertretender Stadtbrandmeister Reiner Wode abschließend dazu: „Es zeigt sich heute, dass wir mit der Einrichtung der Arbeitsgruppe Atemschutz vor bereits acht Jahren den richtigen Weg eingeschlagen haben. Wir trainieren, abseits von größeren Übungen, bei denen eher andere Dinge im Vordergrund stehen, gemeinsam, was wir auch im Einsatz gemeinsam tun müssen. Zudem ist das Ausbilderteam sehr erfahren, engagiert und routiniert. Die Rückmeldungen der Teilnehmer sind jedes Mal sehr positiv.“

Im Herbst steht dann für einige der Teilnehmer die nächste Stufe der Fortbildung an: eine „heiße“ Ausbildung in einer Brandsimulationsanlage in Bad Gandersheimmit gasbefeuerten Brandstellen. Dann müssen die Feuerwehrleute unter realistischen Bedingungen das anwenden, was sie im Vorfeld gelernt haben und können sich so besser auf den Ernstfall vorbereiten.

Bild 3 Unterricht Brandverlauf

Unterricht vor dem Praxisteil: bei einem Einsatz Brandverläufe zu kennen und sich richtig im Brandraum zu verhalten, setzt auch Wissen voraus.

Bild 2 Strahlrohrtraining

Strahlrohrtraining. Die Handhabung der Strahlrohre muss im Ernstfall sitzen, daher wird die Handhabung drillmäßig geübt, hier gerade eine Flammenabwehrreaktion.

Bild 1 Tueroeffnung Brandraum

Türöffnung eines Brandraumes. Das Öffnen der Tür bei einem Brand ist eine einschneidende Maßnahme und muss gut vorbereitet sein,
falls z.B. Flammen aus dem Raum herausschlagen.

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