(08.11.2020, Osterode/Lasfelde, MDP) Am vergangenen Samstag führten 20 Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Lasfelde ihre jährliche Atemschutzübung unter ungewöhnlichen Bedingungen in Eigenregie der Ortsfeuerwehr durch.

Nach einem sportlichen Teil war auch ein Durchgang über eine Kriechstrecke Bestandteil. Die Übung wurde so ausgelegt, dass alle Teilnehmenden erheblich gefordert wurden, um ihre Leistungsfähigkeit für den Einsatz zu beweisen.

Im sportlichen Teil waren im Wechsel intensiv der Stepper, Leitersteigen, das Werfen eines Medizinballs über Kopf sowie Kniebeuge und zwei Umrundungen im Laufschritt mit einem Schlauch auf dem Arm um das Feuerwehrhaus zu absolvieren. Anschließend ging es in die Hindernis- und Kriechstrecke, bei der die Teilnehmenden zunächst eine 65 kg schwere, lebensgroße Puppe über eine Reihe Bänke, unter Tischen hindurch und wiederum über Bänke hinüber „retten“ mussten. Im zweiten Durchlauf mussten alle dann ihr eigenes Körpergewicht samt Ausrüstung über die Bänke ziehen.

Damit war insgesamt eine Belastung gegeben, die in ihren Anforderungen denen im Einsatz ähnelt. Die Beschreibung der Belastung mag harmlos klingen, diese stellt sich jedoch mit der gesamten Ausrüstung, dem 15 kg schweren Atemschutzgerät und höherem Atemwiderstand durch die Atemschutzmaske etwas anders dar. Die Teilnehmenden bestätigten, dass es nicht weniger anstrengend war als der jährliche Streckendurchgang auf der Atemschutzübungsstrecke. Dennoch hat es allen auch Spaß gemacht. Bei den meisten war die Atemluftflasche nach dem Durchgang nahezu leer und die körperliche Belastung sichtbar.

Üblicherweise müssen die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren einmal jährlich eine Belastungsübung durchführen. Diese Übungen, die hohe Anforderungen an die Feuerwehrleute stellen, werden unter normalen Bedingungen an den Feuerwehrtechnischen Zentralen (FTZ) in der Atemschutzübungsstrecke durchgeführt. Dabei werden körperliche Belastungen mit der regulären Ausrüstung mit einsatznahen Tätigkeiten kombiniert, damit die Feuerwehrleute einerseits selbst ihre Leistungsfähigkeit überprüfen können und andererseits ihre Einsatzfähigkeit nachweisen.

Durch den Lockdown im Frühjahr und den wiederum pandemiebedingten Einschränkungen in der aktuell verschärften Lage besteht alternativ die Möglichkeit zur Durchführung der Übung in den Feuerwehren. Da die Ortsfeuerwehr Lasfelde mit insgesamt 35 Atemschutzgeräteträgern die größte Anzahl im Stadtgebiet stellt und nicht ausreichend Plätze auf der Atemschutzübungsstrecke zur Verfügung standen, entschied sich die Feuerwehr in Abstimmung mit der Stadtverwaltung zur Durchführung in Eigenregie. Um den Infektionsschutz zu gewährleisten, wurde die Übung bei geöffneten Hallentoren, durch Bildung von Kohorten und Einhaltung der AHA-Regeln durchgeführt.

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