Beförderungen auf Ehrungen bei der 70. Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Osterode

Am Samstag, den 04.09.2021 fand der 70. Kreisfeuerwehrverbandstag in der Stadthalle in Osterode statt.

Coronabedingt musste in diesem Jahr auf die Einladung von Gästen größtenteils verzichtet werden. So waren als Gäste lediglich Kreisrätin Maries Dornieden sowie die stellvertetende Bürgermeisterin von Osterode, Helga Klages anwesend. Die Kreisfeuerwehr wurde von Kreisbrandmeister Volker Keilholz und seinem Stellvertreter Karsten Krügener vertreten.

Aufgrund des plötzlichen Todes des 1. Vorsitzenden Martin Dannhauer leitete der 2. Vorsitzende,  Markus Herzberg die Versammlung und hielt den Bericht des Vorsitzenden.

Markus Herzberg ging in seinem Bericht auf die aktuellen Themen des Verbandes ein.

Mitgliedskarte

Markus Herzberg  begrüßte als weitere Gäste Matthias Bick und Markus Decker von der Kinowelt Herzberg

Die beiden waren gekommen um endlich das lange angekündigte gemeinsame Projekt der Mitgliedskarte ins Laufen zu bringen. Die Kinowelt Herzberg ist Hauptpartner und Sponsor dieses Projektes und stellt in diesem Zusammenhang auch die Karten zur Verfügung.

Die Karten sind exklusiv für aktive Mitglieder der Feuerwehr gedacht, natürlich incl. Musiker und Altersabteilung.

Matthias Bick, der neben sein beruflichen Tätigkeit auch Mitglied des Stadtrates in Herzberg ist,  bedankte sich bei den aktiven Einsatzkräften für ihr ehrenamtliche Arbeit und übergab symbolisch die erste Mitgliedskarte an den Markus Herzberg. Im Anschluss wurden die Karten an die Feuerwehren verteilt.


Satzungsänderung:

Die auf der letzten Versammlung beschlossenen Satzungsänderungen wurden umgesetzt und sowohl vom Amtsgericht als auch vom Finanzamt anerkannt. Somit verfügt der Verband nun über eine moderne, der Abgabenordnung entsprechenden Satzung.

Impfungen:

Nachdem das Land Niedersachsen Ende April die Einsatzkräfte der Feuerwehren und Hilfsorganisationen für die Impfungen priorisiert hatte wurde mit den Impfungen im Landkreis Göttingen zeitnah Anfang Mai begonnen.

Hier ein großer Dank an den Landkreis für die schnelle Umsetzung der Maßnahmen und an die Impfteams für die professionelle Durchführung, so Markus Herzberg. Mittlerweile hat jede Einsatzkraft ein Impfangebot erhalten.

Eine zuerst geplante -vom Verband stark kritisierte- Regelung innerhalb der Feuerwehren eine Priorisierung durchzuführen, brauchte aufgrund ausreichendem Impfstoffmenge nicht mehr vorgenommen werden.

Notfallseelsorge  bzw. PSNV:

Die Kreisfeuerwehr hat in Zusammenarbeit mit der Stadt Göttingen ein zusätzliches Angebot für die Betreuung von Einsatzkräften nach psychisch belastenden Einsätzen geschaffen. Dies ist als zusätzliches Angebot gedacht, um Einsatzkräften Hilfe bei der Bewältigung zur Verfügung zu stellen, Ansprechpartner hier ist unser stellvertretende Kreisbrandmeister Karsten Beuermann.

Weiterhin stehen die bestehende Notfallseelsorge sowie der Verbandsseelsorger Horst Reineke, weiterhin jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. Beide stehen auch im Vorfeld gerne für Gespräche zur Verfügung.

Hochwasser NRW und Reinland-Pfalz

Das Hochwasser in Teilen NRW‘s und Rheinland-Pfalz hat gezeigt wie wichtig ein funktionierender Katastrophenschutz in Deutschland ist.

Erschreckend findet der 2. Vorsitzende die Tatsache, dass es in Deutschland Personen und Gruppen gibt, die eine solche Katastrophe ausnutzen um ihre eigene Weltanschauung zu streuen, auch indem sie versuchen Einsatzkräfte zu diskreditieren oder sogar anzugreifen. Ein weiteres Phänomen ist, dass Personen, die sonst staatliche Eingriffe kategorisch ablehnen hier sofort zu Stelle sind, um vermeintliche Versäumnisse anzuprangern und nach Hilfen schreien. Ebenso erschreckend ist eine um sich greifende „Vollkaskomentalität“.  Personen denken, dass die Feuerwehren und Hilfskräfte nur dazu da sind, ihre persönlichen Probleme zu lösen und sich öffentlich darüber beschweren wenn ihnen nicht sofort jegliche Hilfe zur Verfügung gestellt wird.

Hier obliegt es nicht nur der Politik oder Justiz eine klare Kante zu zeigen sondern es fordert eine gesamtgesellschaftliche Haltung solchen Leuten klar zu zeigen, dass dessen Ansichten nicht geteilt werden und die Bevölkerung hinter den Einsatzkräften steht.

Die Mitglieder der Feuerwehr sind diejenige, die in solchen Situationen als erste vor Ort sind und sie sind die Letzten die bleiben. Dass obwohl viele von Ihnen selbst betroffen sind.

Die Feuerwehrverbände fordern seit Jahren vom Bund und Land, die Investitionen in den Zivil- u. Katastrophenschutz zu erhöhen.

Neben vielen anderen Punkten wie die Beschaffung von dringend benötigten Einsatzmitteln –Bei uns im Verbandsgebiet fehlt immer noch ein LF KatS bei der Feuerwehr Pöhlde- ist eine Härtung des digitalen Funknetzes durch Verbesserung der Notstromversorgung und redundante Verbindungen zwischen den einzelnen Funkmasten notwendig.

Die Feuerwehren stellen auch innerhalb des Bevölkerungsschutzes im Landkreises Göttingen das größte Kontingent an motivierten Einsatzkräften.

Waldbrand im Harz

Das Land Niedersachsen stellt aus Mitteln der EU - 5 Züge zur Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung auf. Diese bestehen neben einem Führungsfahrzeug und einem GW-L mit Schlauchmaterial aus 4 speziell für diesen Einsatzzweck konzipierten Tanklöschfahrzeugen.

Neben den, von der EU identifizierten hoch waldbrandgefährdeten Flächen in der Lüneburger Heide, hat das Land der aktuellen Waldbrandgefahr im Harz Rechnung getragen und stationiert den zweiten Einsatzzug im Harz. Die Fahrzeuge werden zu diesem Zweck den Landkreisen Goslar und Göttingen zur Verfügung gestellt.

Somit kommt das Land Niederachsen der seit langen bestehenden, von den Verbänden sowie Landkreisen Goslar und Osterode eingeforderten Verpflichtung für den Brandschutz und der Hilfeleistung im größten gemeindefreien Gebiets Deutschland nach.

Die Waldbrände in Griechenland zeigen ganz aktuell wie wichtig eine leistungsfähige Feuerwehr in solchen Situationen ist.

Weiterhin konnte die Feuerwehr Pöhlde ein Versuchsfahrzeug „TLF 3000“ des Landes Niedersachsens auf Basis eines Unimog für 4 Wochen im Harz testen.

Leider mussten festgestellt werden, so Herzberg, dass die in Aussicht gestellte Bezuschussung des Landes nicht einmal die Mehrkosten für das Fahrgestell abdeckt. Da für ganz Niedersachsen nur 5 Mio Euro an Zuschuss zur Verfügung stehen und auch nur 15 Tanklöschfahrzeuge bezuschusst werden, ist das Ganze nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Hier kann die Forderung an die Landesregierung ebenfalls nur sein, die Förderpolitik zu überdenken und die zur Verfügung gestellten Mittel angesichts der auf uns zukommenden Herausforderung deutlich zu erhöhen.

Neue Vorsitzende des DFV und LFV

Nach den Herausforderungen innerhalb des DFV konnte nun die Position des Präsidenten neu besetzt werden. Die Mitgliedsverbände sprachen sich mehrheitlich für unseren Kameraden Karl-Heinz Banse aus.

Nachfolger beim Landesfeuerwehrverband ist der Kamerad Olaf Kapke. Olaf ist  seit 2010 Kreisbrandmeister und Vorsitzender des Kreisverbands Helmstedt. Er konnte sich in der Briefwahl im April gegen seinen Mitbewerber aus dem Landkreis Soltau durchsetzen.

 

Kreisbrandmeister Volker Keilholz ging in seinem Bericht auf aktuelle Themen der Kreisfeuerwehr ein. Neben der aktuellen Entwicklung der Kreisausbildung stand der Einsatz der Kreisfeuerwehr bei der Starkregen- und Hochwasserkatastrophe in NRW im Mittelpunkt. Die Kreisfeuerwehrbereitschaft des ehemaligen Landkreis Osterode war hier drei Tage im Bereich der Stadt Leverkusen im Einsatz.

Im Anschluss standen die Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Folgende Personen wurden gewählt:

1. Vorsitzender                                   Markus Herzberg
2. Vorsitzender                                   Christian Wille
Vertreterin der Jugendfeuerwehr       Inken Lyko
Kreisstabsführer                                 Harald Wächter
Sprecher der Werkfeuerwehren         Lars Kreiter

 

Vor dem Tagesordnungspunkt Ehrungen standen die Beförderung von Abschnittsleiter Christian Wille zum Abschnittsbrandmeister und des Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Markus Herzberg, zum Brandmeister im Mittelpunkt. Kreisrätin Marlies Dornieden und Kreisbrandmeister Volker Keilholz führten die Beförderungen durch und überreichten die Urkunden.

 

Bei den Ehrungen baten Markus Herzberg und Christian Wille als erstes die drei Kameraden zu sich, welche die Goldene Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Osterode erhielten.

Hauptbrandmeister Dirk Blanke, der 1976 in die Jugendfeuerwehr und 1984 in die aktive Abteilung der Freiwilligen Feuerwehr Bad Grund eingetreten ist, führt bereits seit  2006 das Amt des Ortsbrandmeisters sowie seit 2017 auch des stellvertretenden Gemeindebrandmeisters aus. Außerdem engagiert er sich seit 1996 in der Kreisausbildung der Maschinisten und ist seit 2016 noch Fachgruppenleiter der Maschinistenausbildung

Erster Hauptbrandmeister Uwe Brakel kann auf 35 Feuerwehrjahre  zurückblicken, denn er  trat bereits am 1. Januar 1974 in die Einsatzabteilung der Ortfeuerwehr Elbingerode ein. Im Zeitraum von 1985 bis 1991 war er dort Gruppenführer. Ab 1989 bis 1995 wirke er als stellvertretender Ortsbrandmeister an der Gestaltung der Elbingeröder Wehr mit. Von 1995 bis 2008 übernahm er das Ehrenamt des Ortsbrandmeisters. Brakels Engagement auf Samtgemeindeebene sei ebenfalls bemerkenswert, so Markus Herzberg. Denn von 1990 bis 2008 war er  stellvertretender Gemeindebrandmeister und 2008 bis 2020  Gemeindebrandmeister. „Über all die Jahre hat er die Feuerwehren der Samtgemeinde Hattorf mitgestaltet und weiterentwickelt“.

Hauptbrandmeister Hartmut Brandt, der auf über 30 Jahre erfolgreiche Arbeit im Kommando der Feuerwehr auf Orts- und Gemeindeebene zurückblicken kann, trat wiederum am 15. Oktober 1977 in die Jugendfeuerwehr Wulften ein und wechselte 1979 in die Einsatzabteilung. Von 1989 bis 1992 lenkte er die Geschicke der Jugendfeuerwehr in der Funktion als Jugendfeuerwehrwart auf Orts- und Samtgemeindeebene. Ab 1993 war er als Gruppenführer eingesetzt. Ab 1997 bis 2000 war er stellvertretender Ortsbrandmeister, ab 2000 bis 2007  Ortsbrandmeister. Es dürfe aber auch nicht vergessen werden, dass er von  2008 bis 2020 stellvertretender Gemeindebrandmeister war. „In dieser Zeit hat er gemeinsam mit dem Gemeindebrandmeister die Feuerwehren der Samtgemeinde Hattorf mitgestaltet und weiterentwickelt.

 

Über die Ehrennadel in Bronze des Landesfeuerwehrverband Niedersachsen durften sich eine Kameradin und ein Kamerad freuen.

Brandmeisterin Alexandra Pülm-Wolf, die seit 2004  in der Ortsfeuerwehr Lasfelde die Funktion einer Atemschutzgerätewartin wahrnimmt, unterstützt auch die Brandschutzerziehung bei der Betreuung der Kinder in der Grundschule und der Kindertagesstätte Lasfelde. Bei dem Nachmittagsangebot „Feuerwehr AG“ gestaltete sie außerdem in den Jahren 2014 und 2015 mit weiteren Kameraden ein Programm für Grundschulkinder.

Außerdem  ist sie seit über 25 Jahren Mitglied in der Kreisfeuerwehrbereitschaft im Logistikzug aktiv, und wurde bereits 2014 mit der silbernen Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes ausgezeichnet. Seit 2010 ist die in der Funktion der stellvertretenden Zugführerin der Logistikeinheit tätig. Für die Teilnahme an Katastrophenschutzeinsätzen wurde sie 2002 mit der Hochwassermedaille des Landes Niedersachsen und 2013 mit der Fluthelfernadel des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.
„Auch in diesem Jahr war sie mit der Kreisfeuerwehrbereitschaft im Einsatz bei der Katastrophenhilfe nach Starkregen in Leverkusen“. 

Der Erste Hauptbrandmeister, Thomas Domeier, ist bereits seit 1984 Mitglied der Ortsfeuerwehr Freiheit. In der Zeit von 2003 bis 2007 war er als Jugendwart sowie von 2004 bis 2008 als Gruppenführer tätig. Seit 2008 übt er die Position des Ortsbrandmeisters aus. Nach seiner Funktion als stellvertretender  Im Jahr 2000 wurde er Zugführer des 3. Zuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft des Landkreises Göttingen. 2006 wurde zum Kreisbereitschaftsführer des Landkreises Osterode ernannt. Dieses Amt übt er bis heute aus.
„Er ist für Vorgesetzte und für seine Untergebene ein kompetenter und zuverlässiger Ansprechpartner, denn er setzt sich stets für seine Einsatzkräfte sowohl auf Ortsebene als auch für die Kreisfeuerwehrbereitschaft ein“.

 

Die Ehrennadel in Silber des Landesfeuerwehrverband Niedersachsen erhielten zwei Kameraden.

Brandmeister Andreas Particke  trat 1976 in die Ortsfeuerwehr Düna ein und übernahm 1979 die Funktion des Schriftführers und Sicherheitsbeauftragten im Ortskommando. Von 1993 bis 1996 war er stellvertretender Ortsbrandmeister und wurde 1996 zum Ortsbrandmeister gewählt. Dieses Amt übte er bis 2020, also 24 Jahre, aus, was in der heutigen Zeit bestimmt keine Selbstverständlichkeit wäre. Er war auch von 1998 bis 2000 als Kreisausbilder für Maschinisten in der FTZ Katzenstein tätig. Neben der feuerwehrtechnischen Tätigkeit führte er in dieser Zeit unzählige Veranstaltungen von Osterfeuer über Senioren-Kaffee bis zum traditionellen Bosselturnier durch. Weiterhin war er treibende Kraft was die Ausrichtung von Wettbewerben im Stadtgebiet und Altkreis Osterode anging.

Abschnittsleiter Christian Wille engagierte sich seit 1995 neben der normalen Tätigkeit in seiner Ortsfeuerwehr Marke überörtlich im Gefahrgut- und Strahlenschutzzug des ehemaligen Landkreises Osterode. Nach seinen Funktionen als Ortsbrandmeister und Stadtbrandmeister wurde er - aufgrund des plötzlichen Todes des Amtsvorgängers Martin Dannhauer -  in vergangen Jahr zum Abschnittsleiter im Landkreis Göttingen (für das Gebiet des ehem. LK OHA) gewählt. „Christian Wille hat sich in allen seinen Ämtern für seine Feuerwehr engagiert und sich immer für seinen Kameradinnen und Kameraden eingesetzt“, so Markus Herzberg.

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